Herzlich willkommen beim Projekt „Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit!

Was hat mein Steak eigentlich mit Regenwaldabholzung zu tun? Und wusstest du, dass die Tierhaltung laut UNO 18% zum anthropogenen Treibhauseffekt beiträgt?

Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich das Pojekt „Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit!“. Dabei bieten wir Projekttage, Vorträge und Aktionswerkstätten an.

„Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit!“ ist ein Projekt der ökoscouts e.V. wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst und der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

Ökoscouts e.V.
Brot für die Welt
Bingo Stiftung

Projekttage

Sie möchten das Thema industrielle Tierhaltung und die globalen Folgen in Ihr Klassenzimmer oder Ihren Jugendverband holen, interaktiv behandeln und kritisch diskutieren?
Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit! bietet interaktive Projekttage und Workshops zu diesem Thema an, die von speziell dafür ausgebildeten jungen Erwachsenen durchgeführt werden. In diesem Rahmen können sich die Jugendlichen anschaulich informieren, diskutieren und einen eigenen Standpunkt entwickeln.

  • Beispiele für unsere Methoden

    Beispiele für unsere Methoden

    1, 2 oder 3 Quiz

    Angelehnt an die Fernseh-Quiz „1, 2 oder 3“ beamen die Teamenden Fragen zum Thema Regenwaldabholzung und Landgrabbing durch Futtermittelanbau in Südamerika an die Wand – dazu gibt es drei Mögliche Antworten: Antwort 1, 2 oder 3. Nun können sich die Schüler_innen entscheiden, welche Antwort sie für richtig halten und sich der entsprechenden Zahl im Raum zuordnen. Bei der Auflösung wird nach jeder Frage aufgeklärt, wer richtig stand und warum. Die Methode „1, 2 oder 3“ kommt meist gut an, weil viele Jugendlichen das Format schon aus dem Fernsehen kennen.

    Weltverteilungsspiel

    Wie sind Weltbevölkerung, Reichtum und Fleischkonsum global verteilt? Um dafür ein Gefühl zu bekommen verwandeln wir das Klassenzimmer in eine Weltkarte mit den verschiedenen Kontinenten im Raum! Die Jugendlichen einigen sich nun gemeinsam darauf, wie viele von Ihnen auf jeden Kontinent gehen sollten, um die Verteilung der Weltbevölkerung im Verhältnis korrekt darzustellen. Das Erstaunen ist meist groß, wenn bei der Auflösung klar wird, wie viele Menschen in Asien leben.
    In der zweiten Runde dieser Methode geht es um den Reichtum. Alle Teilnehmenden schnappen sich einen Stuhl, bleiben aber auf ihren Kontinenten. Die Stühle werden nun von den Jugendlichen so auf die Kontinente verteilt, wie sie glauben, dass der globale Reichtum verteilt ist (gemessen am BIP). Häufig ist zwar bekannt, dass global ein enormes arm-reich-Gefälle besteht, aber dennoch wird bei dieser Methode immer wieder deutlich, dass das Ausmaß dieser Ungerechtigkeit vielen nicht klar ist. Die aktive Einbindung in die Methode macht das Ganze erfahrbarer.
    In der dritten Runde soll nun der globale Fleischkonsum geschätzt werden. Dafür werden 100 Pappsteaks in die Gruppe gegeben, die prozentual auf die Kontinente verteilt werden sollen. Hierdurch wird sichtbar wie unterschiedlich der Fleischkonsum global verteilt ist.

    Klimawürfel

    Bei dieser Methode werden abstrakte CO²-Werte visuell und habtisch in Form von unterschiedlich großen Würfeln dargestellt, bei denen jedes Gramm CO² 3cm³ einnimmt.
    Dass Rindfleisch, Eier, Milch, Brot, Obst und Gemüse unterschiedliche CO²-Bilanzen haben, ist älteren Schüler_innen meist klar. Aber wie stark sind die Unterschiede und woran liegt das? Um dies greifbar zu machen, bringen die Teamer_innen für diese Methode unterschiedlich große CO²-Würfel mit, die die jeweillige CO²-Menge im Verhältnis darstellen. Die Aufgabe der Jugendlichen ist es nun, die Lebensmittel und CO²-Würfel einander richtig zuzuordnen.

    Landmethode

    Wenn ich auf einem Hektar Ackerland Kartoffeln, Soja, Gemüse, Getreide oder Futtermittel zur Veredelung zu Fleisch bzw. Milch anbaue: Wie viele Menschen können davon jeweils ernährt werden? Um dies zu verdeutlichen werden im Projekttag sechs „Ackerflächen“ ausgebreitet und unterschiedlich „bepflanzt“. Die Aufgabe der Teilnehmenden ist es nun auf jede Ackerflächen so viele Figuren zu setzen, wie viele Menschen davon ihrer Schätzung nach satt werden können.
    Lebenszeiten in Schritten: Die natürliche Lebenserwartung von Tieren und die jeweilige Dauer eines Lebens in der Mastanlage werden von den Teilnehmenden in Schritten symbolisiert und verglichen. Für jedes Lebensjahr wird dabei ein Schritt gegangen. Durch das partizipative Element wird auch diese Thematik von der abstrakten auf eine visuelle und besser erfassbare Ebene gehoben.

    Talkshow

    Nachdem im Laufe des Projekttags verschiedene inhaltliche Bereiche beleuchtet wurden, geht es bei dieser Methode um das Einnehmen verschiedener Rollen und deren Sichtweisen zum Thema „Tierhaltung und die globalen Folgen“: Die Schüler_innen werden als Gäste zu einer fiktiven Talkshow eingeladen, um die Argumente von Befürwortern und Kritikern der industriellen Tierhaltung selbst vorzubringen und sich so in die verschiedenen Standpunkte hineinzuversetzen.

    Handlungsmöglichkeiten

    Unser Projekttag schließt in der Regel mit der Frage „Was ist deine Meinung zum Thema – was ist dein Handlungsansatz?“ Dafür werden Bilder im Stuhlkreis verteilt, die Anregungen für unterschiedlichste, altersgerechte Handlungsansätze bieten. Die Teilnehmdenden können sich davon inspirieren lassen, sich ein Bild aussuchen und daran ihre Meinung darlegen. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Ihre Statements können Grundlage für weitere Diskussionen unter den Teilnehmenden sein, werden aber von Seiten der Teamenden nicht weiter kommentiert.

  • Welcher Bildungsansatz liegt dem Projekt zugrunde?
    „Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.“
    Konfuzius

    Gemäß diesem Leitsatz möchte der Projekttag „Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit!“ die Teilnehmenden aktiv in die Methoden einbinden und sie zum Mitmachen anregen. Durch unsere prozessorientierten und partizipativen Methoden wird das Thema „Tierhaltung und die globalen Folgen“ erlebbar gestaltet.
    Viel Wert legen wir dabei auf den Beutelsbacher Konsens. Es ist uns also wichtig den Teilnehmenden nicht eine gewünschte Meinung „überzustülpen“, sondern die Schüler_innen können das Faktenwissen spielerisch erkunden und sich auf dieser Basis eine eigenständige Meinung bilden. In unserer Diskussionsmethode „Talkshow“ kommen die Schüler_innen mit unterschiedlichen Standpunkten zum Thema in Kontakt. Zudem werden die Schüler_innen dazu angeregt wie sie die Welt, in der sie leben, im Sinne ihrer persönlichen Überzeugungen aktiv mitgestalten können.
    Das Projekt „Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit!“ verortet sich im Bereich des globalen Lernens. Doch was heißt globales Lernen konkret?
    Beim globalen Lernen geht es darum, Kompetenzen zu erwerben, die wir brauchen, um uns in einer globalisierten Welt zurechtzufinden und verantwortlich zu leben.
    Die drei Kernbereiche des globalen Lernens sind „Erkennen“, „Urteilen“ und „Handlen“.
    In der Phase des „Erkennnens“ lernen die Schüler_innen globale Zusammenhänge – in unserem Fall am Beispiel der Tierhaltung - kennen, erwerben Wissen mit Methoden bei denen möglichst viele Sinneskanäle angesprochen werden. In dieser Phase lernen die Schüler_innen auch, sich in diesem Komplex selbst zu verorten.
    Doch es geht nicht nur um reine Wissensvermittlung: der Baustein „Urteilen“ eröffnet für die Schüler_innen einen Raum, in dem sie auf Grundlage des Gelernten eigene Interessen, die der Natur, der Tiere und die von anderen Menschen (gegeneinander) abwägen und eigene Werturteile fällen können. Die Entwicklung von Empathie gegenüber anderen Menschen und Tieren wird hier unterstützt. Dabei stehen die Lernenden als handlungsfähige Subjekte stehts im Mittelpunkt der Methoden: „Wie verorte ich mich in einer globalisierten Welt?“ und „Wie kann ich nach meinen eigenen Wertvorstellungen die Welt ein Stückchen ökologisch und sozial gerechter gestalten?“ sind hier die Leitfragen.
    Das leitet uns schon zum dritten Element des globalen Lernens: „Handeln“: Nachdem eigene Werte entwickelt wurden, geht es darum, dass die Lernenden für sich selbst stimmige Handlungsansätze finden und die Welt um sie herum aktiv mitgestalten lernen. Die Schüler_innen werden dadurch nicht ohnmächtig zurückgelassen, sondern finden im Projekttag einen bestärkenden Abschluss!

  • Wer teamt die Projekttage?

    Rebecca

    „Am meisten freue ich mich bei den Projekttagen auf neue interessante Menschen, die ich treffe und mit denen ich mich aufklärend über die Themen Monokulturen, Massentierhaltung und dem damit zusammenhängenden Konsumverhalten austauchen kann.“

    Jana

    „Ich teame gerne, weil es spannend ist, mit Teilnehmern Konzepte real werden zu lassen. Am meisten freu ich mich bei Projekttagen auf das, was entstehen kann, wenn es "klick" macht und eine Gruppe "voll dabei" ist: Flow!“

    Elisa-Friederike

    „Projekttage teamen bedeutet für mich, komplexe Themen erlebbar zu machen. Am meisten freue ich mich dabei auf die Energie und Neugierde meiner Teilnehmer_innen.“

    Sabrina

    „Am meisten freue ich mich auf die Projekttage, da ich dort mir wichtige Inhalte im Bereich Tierehtik und Mitweltschutz anderen Menschen spielerisch vermitteln kann.“

    Anna-Maria

    Warum Anna-Maria gerne Projekttage gibt, wird bald hier zu lesen sein.

    Hannah

    Ich teame die "Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit!"-Projekttage, weil die Themen Ernährung und Gerechtigkeit uns alle angehen!

    Edna

    Warum Edna gerne Projekttage gibt, wird bald hier zu lesen sein.

    Simon

    „Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit den ethischen Implikationen und ökologisch-sozialen Auswirkungen des Konsums von Tierprodukten und engagiere mich in Vereinen für eine kritische Reflexion unseres Konsumverhaltens. Als Psychologe und angehender Erziehungswissenschaftler freue ich mich sehr, mit den Projekttagen von "Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit" diese wichtige Thematik jungen Menschen zugänglich machen zu können, die mehr als alle anderen die Zukunft unserer Welt in der Hand haben.“

    Elisabeth

    Ich teame gerne, weil ich die Welt verändern möchte und das fängt bei den jungen Menschen an.“

    Mira

    „Ich freue darauf mich gemeinsam mit Jugendlichen kritisch mit Ernährung auseinanderzusetzen.“

    Corinna N.

    „Ich teame, weil ich mit Euch kreativ erarbeiten möchte, wie wir die Ressourcen unseres Planeten sinnvoll nutzen können.“

    Janika

    „Ich teame gerne, weil Jugendliche das Recht haben, über die Realität aufgeklärt zu werden.“

    Karl

    „Ich freue mich auf viele interessante Fragen.“

    Michael

    „Unwissenheit macht machtlos!“

    Christian R.

    „Besonders Freude macht es mir, wenn die Teilnehmenden Spaß haben und nach dem Projekttag sagen „Wow, da konnte ich einiges an Wissen für mich mitnehmen und mir wurden die Augen für ein wichtiges Thema geöffnet!“

    Andreas

    „Ich teame gerne, weil junge Menschen die Welt von morgen (aus)machen.“

    Corinna H.

    „Ich freue mich auf Aha-Erlebnisse bei allen Beteiligten.“

    Christian K.

    „Ich teame gerne Projekttage, weeil ich mein Wissen gerne teilen möchte.“

    Manuel

    „Besonders viel Spaß macht mir der Austausch sowie das gemeinsame über den Tellerrand schauen, mit den Jugendlichen.“

    Marie

    „Ich teame gerne, weil ich mehr Bewusstsein für unseren Konsum und den Umgang mit der Tier- und Umwelt schaffen möchte.“

    Annemone

    „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern. [Sprichwort aus Tansania, Südafrika, Botswana, Lesotho]“

    Dominic

    „Ich teame gerne, weil ich an das Potential in jedem Menschen glaube, eine bessere Welt zu hinterlassen.“

    Eckhard

    „Ich teame gerne diesen Projekttag, weil wir dabei erkennen, dass unser eigenes Handeln nicht isoliert ist, sondern dass es Einfluss auf vielen andere auf der Erde hat.“

    Mara

    „Ich teame gern, weil wir eine Verantwortung mit unserem Leben haben.“

    Gaspard

    „Ich teame gerne, weil alle Menschen wissen sollten, dass jedes Leben lebenswert ist.“

    Lydia

    „Ich teame gerne, weil beim Lernen und Lehren auf interaktive Weise für alle am meisten hängen bleibt.“

    Gunnar

    „Ich teame Projekttage, weil ich gerne Kinder und Jugendliche zu kritischem Nachdenken anrege und sie auf ihrem Weg zu selbstständig denkenden Erwachsenen unterstützend möchte.“

    Lisa

    „Ich teame gerne, weil jeder ein Recht auf eine eigenständige Meinungsbildung hat.“

    Leo

    „Ich teame gerne, weil Aufklärung in unserer heutigen Gesellschaft wichtig für die Zukunft ist.“

    Jascha

    „Bildungsarbeit ist mir wichtig, denn ich möchte meine Verantwortung für einen positiven Wandel nicht abgeben.“

Zielgruppen: Schulklassen, Jugendverbände, FöJ/FsJ/BFD-Seminare

Altersklassen: Ab 12 Jahren

Zeit: Flexibel. Wir favorisieren 3 – 6 Stunden

Kosten: Kostenlos

Vorträge

Im Rahmen des Projektes werden regelmäßig spannende Vorträge angeboten, die jeweils ein Unterthema des Themenkomplexes „industrielle Tierhaltung und die globalen Folgen“ behandeln.

Anstehende Termine:

Bio-veganer Landbau

Daniel Mettke

Janun e.V., Hannover

Details

Vergangene Termine:

  • Die globale Jagd nach Land und unser Fleischkonsum (Jan Urhan)
  • Szenarien für die Welternährung 2050 (Dr. Benjamin L. Bodirsky)
  • Klimawandel und Tierhaltung (Olivia Serdeczny)
  • Regenwald auf dem Teller - Probleme, Zusammenhänge und Lösungsansätze (Lea Horak)
  • Vegane Permakultur (Michael Hartl)
  • Fleischatlas 2016 - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel (Franziska Wolters)
  • Tierethik (Dr. Friederike Schmitz)

Die Vortäge wurden teilweise aufgezeichet und können auf Youtube angeschaut werden.

Zu den Videoaufzeichungen

Aktionswerkstätten

Als weiterführendes Element veranstalten wir Aktionswerkstätten. Dabei wird jeweils als Schwerpunkt eine Aktions- oder Projektform behandelt und gemeinsam eine Aktion oder ein Projekt ins Leben gerufen.

Kontakt

Bei Fragen zum Projekt, freuen wir uns über eine Mail an:
kontakt@momama.eu

Monokulturen, Mastanlagen, Mahlzeit!
C/o ökoscouts e.V.
Madamenweg 168
38118 Braunschweig

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